Seit 1998 haben die Regierungen von Hugo Chávez und Nicolás Maduro Venezuela von einer Demokratie zu einem sozialistischen autoritär regierten Staat geführt. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar griff die US-Regierung unter Präsident Donald Trump militärisch ein und nahm Nicolás Maduro fest.
Weltweit sind die Reaktionen gespalten: Während einige dies als Verletzung der staatlichen Souveränität sehen, empfinden andere den Sturz Maduros als Befreiung nach jahrelangem Leid. Doch bleibt die Frage: Entsteht daraus neue Hoffnung auf Demokratie – oder wachsen Angst und Unsicherheit?
Emma Mannocchi, Italienerin, deren Verwandtschaft nach dem 2. Weltkrieg teilweisen nach Venezuela ausgewandert ist, gibt einen Einblick in die aktuelle Situation des Landes.

 

Vorschau

7. März 2026, 19:00 Uhr | St. Anna, Im Annahof 2, 86150 Augsburg

7. April 2026, 19:00 Uhr | Moritzkirche, Moritzplatz 5, 86150 Augsburg

7. Mai 2026, 19:00 Uhr | St. Anna

7. Juni 2026, 19:00 Uhr | Moritzkirche

7. Juli 2026, 19:00 Uhr | St. Anna

7. August 2026, 19:00 Uhr | Multireligiöses Friedensgebet auf dem Rathausplatz

 

Themen zuletzt (mehr unter Rückblick)

Im ersten Friedensgebet 2026 blicken wir im Rahmen der Sternsingeraktion in diesem Jahr nach Bangladesch. 
Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. Weltweit arbeiten Millionen Kinder, auch unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. 
Sabine Slawik von punkt7 beleuchtet die Problematik und stellt die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) vor, die mit der diesjährigen Sternsingeraktion unterstützt wird.
Nachtrag: Sabine Slawik hat uns ihren Text zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Die Situation im Sudan und die Arbeit der „Emergency Response Rooms“ wird im Mittelpunkt des Friedensgebets im Dezember stehen. 
Seit April 2023 tobt im Sudan ein Krieg verfeindeter Bürgerkriegsparteien. Der Konflikt hat eine der größten humanitären Krisen und Vertreibungen weltweit ausgelöst. Bis Juni 2024 wurden insgesamt 10 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben: 7,7 Millionen sind innerhalb des Sudans auf der Flucht, mehr als 2 Millionen Menschen sind außer Landes geflohen.
Die Emergency Response Rooms bieten Schutzräume und Anlaufstellen, wo vom Krieg betroffene Zivilisten erste Hilfe erhalten und etwas zu essen, wo sie ihre Kinder unterbringen und ihre Telefone aufladen können. Diese Räume sind in dieser Form einzigartig, sie wurden jetzt mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.
Nachtrag: Herr Hegner hat uns seinen Text zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Mit vielen Menschen sehnen wir uns nach Frieden. Als Gottes Geschöpfe sind wir zum Frieden fähig. Und doch scheinen wir in der Kriegslogik gefangen zu sein. Am 7. November trifft sich die ökumenische Initiative punkt7 gemeinsam mit der katholischen Friedensbewegung Pax Christi im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade zum Gebet. Wir möchten unsere Sorgen, unsere Anliegen, die vielen Konflikte in unserer Welt und unsere Sehnsucht nach Frieden gemeinsam vor Gott bringen.

Seit fast einem Jahr gehen Studierende auf die Straße. Sie demonstrieren für Rechtsstaatlichkeit und gegen Autoritarismus - friedlich. Lehrer, Landwirte, Juristen schlossen sich an. Ihr Einsatz für einen demokratischen Wandel in ihrem Land ist beeindruckend. Staatliche Kräfte üben immer mehr Druck aus. Am 7. Oktober möchten wir gemeinsam mit Nenad Živković, Pfarrer der Serbischen-Orthodoxen Kirche in Augsburg, dieses Land und seine Menschen vor Gott bringen.

Das Friedensgebet beschäftigt sich mit Palästina. Unsere Referentin ist Frau Lamia Simreen, eine Deutsch-Palästinenserin, die seit dem achten Lebensjahr in Deutschland lebt.
Ausgehend von persönlichen und familiären Erinnerungen und Erlebnissen wird Frau Simreen uns vor Augen führen, wie die Situation der dort lebenden Menschen momentan ist.

Der Wunsch nach Frieden ist allen Vertreter*innen des jüdischen, christlichen, muslimischen, alevitischen, buddhistischen und jezidischen Glaubens in Augsburg gemeinsam. Traditionell findet das multireligiöse Friedensgebet am Vorabend des Hohen Friedensfests statt. Der Runde Tisch der Religionen lädt mit dem monatlichen Friedensgebet punkt7 auf den Rathausplatz ein. In diesem Jahr soll einmal mehr betont werden: Religion darf nicht als Vorwand für Gewalt und Ungerechtigkeiten missbraucht werden.
Mit dem multireligiösen Friedensgebet soll die Hoffnung auf eine Welt gestärkt werden, in der niemand unterdrückt oder verfolgt wird. Die Hoffnung auf Frieden in unserer Stadt und weltweit soll Gestalt annehmen – in allen vertretenen Traditionen und Sprachen. (https://friedensfest-augsburg.de/programm/multireligioeses-friedensgebet/)

Frau Liesse Ebengo, die aus dem Kongo stammt und seit 16 Jahren in Deutschland lebt, sprach über den Krieg und die Situation der notleidenden Bevölkerung in ihrem Heimatland.

Die offenen Grenzen in Europa und die europäische Einigung ist für viele Menschen kein Zustand, über den sie nachdenken. Der Austausch mit anderen Europäern auch kaum. Dennoch das Eintreten für Europa und der Zusammenhalt in Europa schwinden. Was bedeutet Europa für uns? Was hat die Ukraine mit Europa zu tun? Bleibt Europa ein Experiment oder ist das unser Weg für den Frieden im Europäischen Kontinent? Darüber spricht Verena von Mutius-Bartholy, Stadträtin in Augsburg, für die das Projekt Europa eine Motivation für ihr politisches Engagement ist.
Das Gebet ist auch ein Veranstaltungspunkt der Augsburger Europawochen – Gebet für Europa (www.augsburg.de/europawochen).