Rückblick

Immer häufiger hört man, dass die Bundesregierung den Abschiebestopp nach Afghanistan aufheben will. Gleichzeitig sorgt sie sich um die Sicherheitslage dort. Neun Monate nach dem Abzug westlicher Kampftruppen erlebt das Land einen Exodus, der alle Gesellschaftsschichten umfasst. Vor allem die Jungen sehen keine Perspektive mehr, deshalb verlassen sie ihre Heimat.

Eine von ihnen wird am 7. November um 19 Uhr in St. Moritz über die aktuelle Situation der Menschen in Afghanistan sprechen. Sie möchte ihren Namen nicht nennen. Sie ist eine junge Frau aus Mazare Sharif. Dort hat sie als Dolmetscherin bei der Polizei gearbeitet, Jura und Politik studiert. Als die deutschen Truppen gegangen sind, haben sie sie mit nach Deutschland genommen. Es wäre zu gefährlich für sie gewesen, in Afghanistan zu bleiben. Mittlerweile lebt sie seit eineinhalb Jahren in Augsburg.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Flüchtlingsströme nach Europa kommen. Viele Menschen reagieren auf die Not und das Leid der Menschen aus dem mittleren Osten und aus Afrika mit Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Gleichzeitig werden Fragen und Ängste immer lauter: Wie viele Menschen können wir noch aufnehmen? Sind wir stark genug, alle Aufgaben zu schultern? Wie wird unser Land in einigen Jahren aussehen? Schaffen wir es, die Menschen, die kommen, langfristig zu integrieren? Zur Hilfsbereitschaft gesellen sich Sorgen und Ängste.

Walter Kriechbaum vom CVJM München berichtet am 7. Oktober um 19 Uhr in der Augsburger St. Anna Kirche von seiner Arbeit in der Ökumenischen Initiative „Miteinander für Europa“, die sich für die Überwindung alter Vorurteile einsetzt und für die Begegnung von Völkern.

Tag für Tag hält uns das Flüchtlingsdrama in Europa in Atem. Längst ahnen wir: Es handelt sich um eine neue Völkerwanderung von gigantischem Ausmaß. Wer sich dagegen stemmt mit Stacheldraht und Molotow-Cocktails, kann nur scheitern – und Unmenschlichkeit herbeiführen. Die kritische Lage erfordert stattdessen kühlen Kopf und beherztes Handeln, um Menschen auf der Flucht menschlich zu begegnen. Dies war Thema am Montag, 7. September.

Der Journalist und Theologe Alois Knoller, Redakteur bei der Augsburger Allgemeinen, zeichnete die Entwicklungen der vergangenen Monate anhand der deutschen Berichterstattung nach – sowohl die vielen Helfer-Initiativen aus dem hellen Deutschland als auch die hässlichen Ausbrüche von Gewalt und Hass aus dem dunklen Deutschland. Und fragte auch, wie hier christliche Perspektiven aussehen können.

Beitrag von Alois Knoller zum Download

 

Juden, Christen, Muslime, Aleviten, Buddhisten in Augsburg: Gemeinsam ist uns der Wunsch nach Frieden. Wir teilen die Hoffnung auf eine Welt, in der niemand unterdrückt oder verfolgt wird, schon gar nicht im Namen einer Religion; in der Gewalt keine Chance hat; in der Menschen aus unterschiedlichen Religionen sich gegenseitig von ihrem Glauben erzählen, statt sich zu bekämpfen. Dieser Hoffnung wollen wir gemeinsam Ausdruck verleihen, jeder nach seiner Tradition und in seiner Sprache.

Aus Anlass des Augsburger Friedensfestes fand das monatliche Friedensgebet punkt7 in anderer Form und an anderem Ort statt: Gemeinsam mit dem punkt7-Team hat der der Runde Tisch der Religionen am Vorabend des 8. August zu einem multireligiösen Friedensgebet auf dem Rathausplatz eingeladen.

 

Die Lage in Burundi ist unübersichtlich und angespannt. Es kommt fast täglich sowohl zu offenen als auch zu verdeckten Auseinadersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen Schusswaffen und Handgranaten eingesetzt werden. Mehr als 35.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen bereits aus dem Land geflohen. Der internationale Flughafen von Bujumbura ist geöffnet, allerdings haben die Fluglinien ihren Flugplan geändert und einige den Flugbetrieb reduziert.

Dr. Giscard Akizimana stammt aus Burundi. Er ist Priester und lebt in Eichstätt. Der promovierte Theologe unterrichtet am Lehrstuhl für Altes Testament. Er wird aus seiner Heimat und über die aktuelle Situation vor Ort berichten.

 

Vor gut einem Monat hat ein Erdbeben in Nepal ganze Städte zerstört und tausende Menschen getötet. Die Angst im Land ist groß, denn schwere Nachbeben ließen die Menschen nicht zur Ruhe kommen. Viele flüchteten zu Verwandten, Ortschaften sind wie ausgestorben. Besonders schlimm ist die Situation auf dem Land. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Große Sorgen machen sich die Menschen wegen des anstehenden Monsuns. Dieser bestimmt in der Zeit von Juni bis September das Wetter des Landes. Die anhaltenden Regenfälle könnten zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen.

Christian Wagner, Team Leader eines von der EU finanzierten Projektes in Nepal, war wochenlang vor Ort, um Maurer und andere Baufachleute zu schulen. Erst nach dem großen Erdbeben wurde er ausgeflogen. Wagner berichtet am 7. Juni um 19 Uhr in St. Anna über die aktuelle Situation in Nepal.

 

Seit einem halben Jahr herrscht Waffenruhe im Gazastreifen, doch von Frieden kann noch lange keine Rede sein. An Wiederaufbau ist nicht zu denken. Die Menschen leben in Trümmern und Schutt, unzählige haben ihr Zuhause verloren, viele Menschen sind gestorben. Über die aktuelle Situation der Menschen im Gazastreifen berichtete Christian Artner-Schedler von pax christi.

Rund 100 Millionen Christen werden derzeit in über 50 Ländern aufgrund ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt. Damit sind Christen die weltweit größte verfolgte Religionsgemeinschaft. Auf dem Papier wird die Religionsfreiheit in nahezu allen Staaten der Erde entsprechend den internationalen Vorgaben geschützt. Doch in vielen Ländern leiden Christen unter Missachtung dieser und weiterer grundlegenden Menschenrechte. Erst jüngst gab es Meldungen, dass Christen von Flüchtlingsbooten ins Meer gestoßen wurden. Ado Greve von open doors berichtet über die aktuelle Situation der Christen in der Welt.

In der Ostukraine sollen nun die Waffen schweigen. Ob das Kriegsgebiet tatsächlich längerfristig zur Ruhe kommt, ist aber offen. Das Misstrauen auf beiden Seiten ist extrem groß. Nach UN-Angaben starben über 6000 Menschen im Ukraine-Konflikt und unzählige leiden an den Folgen dieses Kriegs. Gabirella Sztojka war 10 Jahr alt, als die Sowjetunion zerfiel. Sie berichtet am Samstag, den 7. März um 19 Uhr in St. Moritz von der augenblicklichen Situation in der Ukraine, wo ihre Eltern leben.