Rückblick

Juden, Christen, Muslime, Aleviten, Buddhisten in Augsburg: Gemeinsam ist uns der Wunsch nach Frieden. Wir teilen die Hoffnung auf eine Welt, in der niemand unterdrückt oder verfolgt wird, schon gar nicht im Namen einer Religion; in der Gewalt keine Chance hat; in der Menschen aus unterschiedlichen Religionen sich gegenseitig von ihrem Glauben erzählen, statt sich zu bekämpfen. Dieser Hoffnung wollen wir gemeinsam Ausdruck verleihen, jeder nach seiner Tradition und in seiner Sprache.

Aus Anlass des Augsburger Friedensfestes fand das monatliche Friedensgebet punkt7 in anderer Form und an anderem Ort statt: Gemeinsam mit dem punkt7-Team hat der der Runde Tisch der Religionen am Vorabend des 8. August zu einem multireligiösen Friedensgebet auf dem Rathausplatz eingeladen.

 

Die Lage in Burundi ist unübersichtlich und angespannt. Es kommt fast täglich sowohl zu offenen als auch zu verdeckten Auseinadersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen Schusswaffen und Handgranaten eingesetzt werden. Mehr als 35.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen bereits aus dem Land geflohen. Der internationale Flughafen von Bujumbura ist geöffnet, allerdings haben die Fluglinien ihren Flugplan geändert und einige den Flugbetrieb reduziert.

Dr. Giscard Akizimana stammt aus Burundi. Er ist Priester und lebt in Eichstätt. Der promovierte Theologe unterrichtet am Lehrstuhl für Altes Testament. Er wird aus seiner Heimat und über die aktuelle Situation vor Ort berichten.

 

Vor gut einem Monat hat ein Erdbeben in Nepal ganze Städte zerstört und tausende Menschen getötet. Die Angst im Land ist groß, denn schwere Nachbeben ließen die Menschen nicht zur Ruhe kommen. Viele flüchteten zu Verwandten, Ortschaften sind wie ausgestorben. Besonders schlimm ist die Situation auf dem Land. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Große Sorgen machen sich die Menschen wegen des anstehenden Monsuns. Dieser bestimmt in der Zeit von Juni bis September das Wetter des Landes. Die anhaltenden Regenfälle könnten zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen.

Christian Wagner, Team Leader eines von der EU finanzierten Projektes in Nepal, war wochenlang vor Ort, um Maurer und andere Baufachleute zu schulen. Erst nach dem großen Erdbeben wurde er ausgeflogen. Wagner berichtet am 7. Juni um 19 Uhr in St. Anna über die aktuelle Situation in Nepal.

 

Rund 100 Millionen Christen werden derzeit in über 50 Ländern aufgrund ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt. Damit sind Christen die weltweit größte verfolgte Religionsgemeinschaft. Auf dem Papier wird die Religionsfreiheit in nahezu allen Staaten der Erde entsprechend den internationalen Vorgaben geschützt. Doch in vielen Ländern leiden Christen unter Missachtung dieser und weiterer grundlegenden Menschenrechte. Erst jüngst gab es Meldungen, dass Christen von Flüchtlingsbooten ins Meer gestoßen wurden. Ado Greve von open doors berichtet über die aktuelle Situation der Christen in der Welt.

Seit einem halben Jahr herrscht Waffenruhe im Gazastreifen, doch von Frieden kann noch lange keine Rede sein. An Wiederaufbau ist nicht zu denken. Die Menschen leben in Trümmern und Schutt, unzählige haben ihr Zuhause verloren, viele Menschen sind gestorben. Über die aktuelle Situation der Menschen im Gazastreifen berichtete Christian Artner-Schedler von pax christi.

In der Ostukraine sollen nun die Waffen schweigen. Ob das Kriegsgebiet tatsächlich längerfristig zur Ruhe kommt, ist aber offen. Das Misstrauen auf beiden Seiten ist extrem groß. Nach UN-Angaben starben über 6000 Menschen im Ukraine-Konflikt und unzählige leiden an den Folgen dieses Kriegs. Gabirella Sztojka war 10 Jahr alt, als die Sowjetunion zerfiel. Sie berichtet am Samstag, den 7. März um 19 Uhr in St. Moritz von der augenblicklichen Situation in der Ukraine, wo ihre Eltern leben.


Unabhängig von ihrer Herkunft bewegen uns die Schicksale von Menschen auf der Flucht, ihre Strapazen, ihre Suche nach Erstaufnahme, medizinischer Versorgung, Bleibe und Sicherheit. Am 7. Januar 2015 berichtete Matthias Schopf-Emrich in St. Moritz über die Situation von Flüchtlingen. Schopf-Emrich arbeitet bei der Asyl- und Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werks Augsburg und dem Verein "Tür an Tür".
>> Hintergrundinfos zum Thema

 

Der Name Boko Haram löst Angst und Schrecken aus. Die islamistische Terrorgruppe versucht, im Nordosten Nigerias einen islamischen Gottesstaat zu errichten, in dem eine radikale Auslegung der islamischen Rechtsprechung gelten soll. Dabei gehen sie äußerst brutal vor. Bei einem Angriff auf die Stadt Baga wurden Hunderte von Menschen getötet. Inzwischen versuchen die selbst ernannten Gotteskrieger auch, Gebiete im Nachbarland Kamerun zu erobern. Pater Vitalis Emesi von der katholischen afrikanischen Gemeinde kommt aus dem Osten Nigerias. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „punkt7 – Augsburg betet für den Frieden“ berichtete er von der Situation in seinem Heimatland und davon, was der Terror von Boko Haram für die Menschen dort bedeutet.

 

Die Menschen in Syrien leiden unter Krieg, Terror, Flucht und Verfolgung. Viele von ihnen haben alles verloren und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Angst ist groß. Am 7. Dezember 2014 berichtete eine junge Frau aus Syrien, die heute als Sozialarbeiterin in Bayern arbeitet, über die Situation in ihrem Heimatland.