Rückblick

Armut in Augsburg hat viele Gesichter. Oft sind sie jung. Manche Kinder kommen morgens hungrig in die Kita, andere haben im Winter keine warme Jacke. Die Armut ist ihnen anzumerken. Bei anderen scheint alles in Ordnung zu sein. Doch irgendwann fällt auf, dass das Kind bei jedem Ausflug krank gemeldet ist. Es ist kein Geld da, um dieses Extra zu finanzieren. Wie Armut in Augsburg aussieht, wer davon betroffen ist und warum, darüber spricht Lisa Hagins vom Diakonischen Werk Augsburg am Donnerstag, den 7. Juli um 19 Uhr in St. Moritz

 

Hubschrauber für Saudi-Arabien, Gewehre und Pistolen für den Oman: Die Rüstungsindustrie hat neue Millionengeschäfte abgeschlossen. Genehmigt hat sie die Bundesregierung. Deutschland ist der größte Rüstungsexporteur Europas. Zum Thema "Waffenhandel" spricht am 7. Juni um 19 Uhr in St. Anna Christian Artner-Schedler von pax christi.

 

Sie kommen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn. Sie kommen aus den Armenhäusern Europas. Sie sind jung, oft fast noch Kinder. Bitterste Armut und Fremdbestimmung von klein auf machen sie zur leichten und manipulierbaren Beute: Junge Frauen und Mädchen, die als Zwangsprostituierte arbeiten müssen. Der Zuhälter kassiert, sie haben sich an die Vorgaben zu halten. Dies geschieht nicht irgendwo, sondern bei uns in Augsburg.

SOLWODI bietet Beratung und Hilfe für ausländische Frauen und Mädchen in vielfältigen Notlagen wie z.B. Menschenhandel und Zwangsprostitution. Rita Hieble, Mitarbeiterin bei SOLWODI Augsburg, berichtet am Donnerstag, den 7. April um 19 Uhr in St. Anna über die Situation in Augsburg, das Prostitutionsgesetzt und die Arbeit von SOLWODI.

 

Nach fünfeinhalb Jahren Krieg sind sieben Millionen Syrer aus ihrem Land geflohen und ca. vier Millionen Menschen haben versucht, innerhalb Syriens Zuflucht vor Gewalt, Terror und Tod zu finden. Die Menschen, die in Syrien geblieben sind, haben alles verloren: ihre Arbeit, ihr Zuhause, viele Angehörige, die getötet wurden. Es gibt viele kranke und verletzte Menschen. Loujayna Thome stammt aus Syrien und ihre Familie lebt immer noch dort. Die junge Sozial-Pädagogin lebt seit einiger Zeit in Augsburg und arbeitet mit geflüchteten Menschen. Sie berichtet am 7. März um 19 Uhr in St. Moritz über die aktuelle Situation in ihrem Heimatland.

 

Unter den vielen Menschen, die derzeit ihre Heimat verlassen und in Deutschland Schutz suchen, gibt es eine erhebliche Anzahl von jungen Geflüchteten unter 18 Jahren, die ohne ihre Eltern nach Augsburg gekommen sind. Diese Jugendlichen genießen, genauso, wie alle anderen Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland leben, einen besonderen Schutz. Woher kommen sie? Warum kommen sie? Welche Situation finden sie hier vor? Welche Probleme müssen sie bewältigen?

Anke Abel berichtet am 7. Februar um 19 Uhr in der Annakirche von ihrer Arbeit als Erzieherin in einer vollstationären Jugendwohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

 

Die Regierenden der Welt treffen sich in diesen Tagen zur 21. UN-Klimakonferenz in Paris. Nach Meinung der meisten Experten ist dieses Treffen die letzte Gelegenheit für verbindliche Vereinbarungen, um den Klimawandel zu begrenzen. Endet auch diese Konferenz ohne konkrete Ergebnisse, so reicht die Zeit nicht aus, um die Erderwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Extreme Wetterereignisse würden dann noch viel häufiger auftreten als in den letzten Jahren. In vielen Teilen der Welt würden die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die weltweiten Flüchtlingsströme nähmen Dimensionen an, die wir uns heute kaum vorstellen können.

Christoph Wessel, Umweltbeauftragter für die Diözese Augsburg, wird anlässlich der Weltklimakonferenz über das Thema Klimawandel als Herausforderung für den globalen Frieden am 7. Dezember um 19 Uhr in St. Anna  sprechen. Außerdem zeigt er auf, was jeder und jede von uns zum Klimaschutz ganz koniret beitragen kann.

 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Flüchtlingsströme nach Europa kommen. Viele Menschen reagieren auf die Not und das Leid der Menschen aus dem mittleren Osten und aus Afrika mit Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Gleichzeitig werden Fragen und Ängste immer lauter: Wie viele Menschen können wir noch aufnehmen? Sind wir stark genug, alle Aufgaben zu schultern? Wie wird unser Land in einigen Jahren aussehen? Schaffen wir es, die Menschen, die kommen, langfristig zu integrieren? Zur Hilfsbereitschaft gesellen sich Sorgen und Ängste.

Walter Kriechbaum vom CVJM München berichtet am 7. Oktober um 19 Uhr in der Augsburger St. Anna Kirche von seiner Arbeit in der Ökumenischen Initiative „Miteinander für Europa“, die sich für die Überwindung alter Vorurteile einsetzt und für die Begegnung von Völkern.

Immer häufiger hört man, dass die Bundesregierung den Abschiebestopp nach Afghanistan aufheben will. Gleichzeitig sorgt sie sich um die Sicherheitslage dort. Neun Monate nach dem Abzug westlicher Kampftruppen erlebt das Land einen Exodus, der alle Gesellschaftsschichten umfasst. Vor allem die Jungen sehen keine Perspektive mehr, deshalb verlassen sie ihre Heimat.

Eine von ihnen wird am 7. November um 19 Uhr in St. Moritz über die aktuelle Situation der Menschen in Afghanistan sprechen. Sie möchte ihren Namen nicht nennen. Sie ist eine junge Frau aus Mazare Sharif. Dort hat sie als Dolmetscherin bei der Polizei gearbeitet, Jura und Politik studiert. Als die deutschen Truppen gegangen sind, haben sie sie mit nach Deutschland genommen. Es wäre zu gefährlich für sie gewesen, in Afghanistan zu bleiben. Mittlerweile lebt sie seit eineinhalb Jahren in Augsburg.

Tag für Tag hält uns das Flüchtlingsdrama in Europa in Atem. Längst ahnen wir: Es handelt sich um eine neue Völkerwanderung von gigantischem Ausmaß. Wer sich dagegen stemmt mit Stacheldraht und Molotow-Cocktails, kann nur scheitern – und Unmenschlichkeit herbeiführen. Die kritische Lage erfordert stattdessen kühlen Kopf und beherztes Handeln, um Menschen auf der Flucht menschlich zu begegnen. Dies war Thema am Montag, 7. September.

Der Journalist und Theologe Alois Knoller, Redakteur bei der Augsburger Allgemeinen, zeichnete die Entwicklungen der vergangenen Monate anhand der deutschen Berichterstattung nach – sowohl die vielen Helfer-Initiativen aus dem hellen Deutschland als auch die hässlichen Ausbrüche von Gewalt und Hass aus dem dunklen Deutschland. Und fragte auch, wie hier christliche Perspektiven aussehen können.

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